SV Blau Weiss Polz        
 

Geschichte des Sportvereins

Auf eine nun fast 90 jährige Geschichte seit der Gründung eines Sportvereins 1921 kann der heutige SV Blau Weiss Polz zurückblicken.

Waren in den Anfangsjahren Fußball, Turnen und Radfahren die Betätigungsfelder der damaligen Polzer Sportclubs, so entstanden nach dem 2. Weltkrieg neue sportliche Initiativen in den Sektionen Frauenhandball, Kegeln, Boxen, Frauengymnastik, Reiten und Fußball. Vor dem Krieg waren die Reiter noch in einem selbstständigen Reitverein organisiert. Immer mehr wurde dann der Fußball zum Aushängeschild des Sportvereins und der ganzen Gemeinde Polz.

Von der Bezirksklasse in den 70iger Jahren haben es die Polzer Kicker sensationell bis in die Verbandsliga Mecklenburg/Vorpommern geschafft.

Die Erfolge der Fußballer sind untrennbar mit der Arbeit und den Verdiensten des Sportfreundes Helmut Weidmann verbunden. Aber auch die Leistung der Vorsitzenden Paul Neumann, Leonhard Weidmann und Ingo Runow mit ihren Vorständen sowie die vielen bereitwilligen Helfer und Funktionäre und nicht zuletzt die Zahlreichen Sponsoren waren und sind unverzichtbare Grundlage für die erreichten Erfolge. Dabei war stets eine gute Zusammenarbeit zwischen SV und Gemeinde notwendig und vorhanden.

Höhepunkt der neuen Polzer Fußballgeschichte waren zweifellos die Aufstiege (und Feiern) in die Landesliga 1993, in die Verbandsliga 1999, der freundschaftliche Vergleich gegen die HSV-Altligamannschaft 1994 um Jimmy Hartwig, das Spiel der Europameisterschaft U16 Ungarn gegen Georgien 1997 (Zuschauerrekord: 2.300 Zuschauer) und das Freundschaftsspiel gegen den Bundesligisten VfL Wolfsburg 2001. Als Lohn für die herausragende Sportarbeit in Polz wurde der Bau einer Tribüne eigens für die Nachwuchs-EM großzügig gefördert.

Heute erweitern Volkssportgruppen im Erwachsenen- und Nachwuchsbereich in den Sportarten Volleyball, Gymnastik, Aerobic, Kegeln und Powerdance die sportlichen Aktivitäten.

Mit dem An- und Neubau des Sozialgebäudes, der Anschaffung einer vollautomatischen Kegelbahn durch die Gemeinde 1991, dem Ausbau der gemeindeeigenen Sporthalle unter Leitung des Sportfreundes Leonhard Weidmann, sowie dem 2001 fertiggestellten neuen Dorfgemeinschaftshaus wurden gute Vorraussetzungen für weitreichende Betätigungsmöglichkeiten im ca. 450 Einwohner zählenden Polz geschaffen.

Polzer Sportverein - ein kurzer Rückblick

Wenn in der Region der Ortsname Polz fällt, kommt das Gespräch fast immer auf den Polzer Fußball. Der Fußballsport hat den südlichsten Ort in Mecklenburg/Vorpommern landesweit bekannt gemacht. In diesem Jahr blickt der Sportverein nun auf eine langjährige Geschichte zurück. Im Jahre 1921, also wenige Jahre nach dem Inferno des 1. Weltkrieges, erfolgte die Gründung. Das einzige Kapital des Vereins war damals die große Sportbegeisterung vieler junger Polzer. Es bildeten sich Gruppen im Fußball, Turnen, Kegeln und Radfahren, später entstand ein selbstständiger Reitverein, dem natürlich in erster Linie junge Bauern angehörten.

Wenn es auch für alle Sektionen viele Höhen und Tiefen gab, so hat sich von Anfang an der Fußball als Sportart Nummer 1 behauptet und - die Jahre des 2. Weltkrieges ausgenommen - kontinuierlich erhalten. Wie groß der Enthusiasmus damals war, mag ein anekdotenhaftes Beispiel belegen. Ein Fußball kostete in den 30er Jahren 12,- Mark und dieses Geld wurde aufgebracht, in dem die Jungen herumlaufende Katzen einfingen und für 1,- Mark das Stück an den Jagdpächter Herr Heder verkauften, der damit seine Hunde abrichtete.

Absolute sportliche Höhepunkte waren aber die jährlichen Reiterfeste zwischen 1950 und 1955. Daran nahmen Mannschaften aus Mödlich, Seedorf , Grebs, Strachau und zweimal auch aus Dannenberg teil.

Einen absoluten Zuschauerrekord im Polzer Sport gab es 1954, als auf der Koppel hinter der Gaststätte Lüth mehr als 4.000 Zuschauer gezählt wurden.

Wenn die 1. Fußballmannschaft damals auch nur in der Kreisklasse spielte, gab es doch sehr viele schöne und niveauvolle Spiele, vor allem die jährlichen Pokalfeste begeisterten Hunderte Zuschauer immer aufs neue. Es kam auch sicher nicht von ungefähr, dass Polz zweimal für sogenannte nationale Fußballspiele ausersehen wurde und zwar 1952 gegen TSV 1860 Travemünde und 1955 gegen die SG Osteinbeck bei Hamburg.

Immer mehr wurde der Fußball zum Aushängeschild des Sportvereins und der ganzen Gemeinde Polz. Von der Bezirksklasse in den 70iger Jahren haben es die Polzer Kicker sensationell bis in die Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern geschafft.

Die materiellen Bedingungen der Sportgemeinschaft Polz verbesserten sich auch wesentlich mit der Einordnung in die zentrale Sportvereinigung Traktor im Jahre 1951. Für unseren Sportverein übernahm zunächst die VdgB (BHG Polz) die Partnerschaft. Eine richtige, wirkliche BSG konnte jedoch erst entstehen, als die ZBO "Fritz Reuter" Dömitz die Funktion des Trägerbetriebs übernahm und in diesem Zuge sich in materieller Hinsicht vieles verbesserte. Vor allem war nun die Bereitstellung von Bussen für die Auswärtsspiele großzügig geregelt.

Die wirksame Förderung, die der Polzer Fußball in jenen Jahren erfuhr, ist zu einem beträchtlichen Teil dem besonderen Engagement des damaligen Leiters der ZBO, Heinz Runow zu verdanken.

In hervorragender Weise hat sich in den letzten 25 Jahren auch der Sportfreund Helmut Weidmann in den Polzer Fußballsport eingebracht. Ihm als verantwortlichem Übungsleiter ist es in hohem Maße zuzuschreiben, dass er SV Blau Weiss Polz in den letzten 10 Jahren in einen fast phänomenalen Aufschwung genommen hat.

Unter der Leitung von Sportfreund Ingo Runow, unter tatkräftiger Mitwirkung aller Vorstandsmitglieder und vieler Mitglieder sowie durch wirksame Unterstützung der Gemeinde Polz sowie vieler Sponsoren und Freunde ging es nach 1990 schnell wieder aufwärts, und zwar auf ein Niveau hin, das den Polzern vorher wohl kaum jemand zugetraut hätte.

Zum Gedenken an den langjährigen Vorsitzenden der Sportgemeinschaft Polz fand 1998 erstmals das Paul-Neumann-Gedenkturnier für die Alte-Herren-Mannschaft statt.

Als verdiente Krönung langjähriger intensiver und kontinuierlicher Sportarbeit muss der 1999 erfolgte Aufstieg der 1. Fußballmannschaft in die Verbandsliga gewertet werden. Und das war keine Eintagsfliege, wie sich zeigen sollte, denn in den Folgejahren wurde der Klassenerhalt behauptet.

Wenn auch der Fußball im Polzer Sport dominiert, blieb man in anderen Bereichen nach der Wende nicht tatenlos. Mit Einweihung der Kegelbahn 1991 wurden dieser Sportart Möglichkeiten geschaffen, an die man früher kaum zu denken gewagt hätte. 2002 wurde dann als einer der Höhepunkte der Polzer Vereinsgeschichte das komplett neu errichtete Dorfgemeinschaftshaus eingeweiht.


Auszeichnungen anlässlich des 80-jährigen Jubiläums

Ehrenmedaille des Fußballverbandes für Helmut Weidmann

Ehrenmedaille des Kreissportbundes in Silber an Ingo Runow

Ehrenmedaille des Kreissportbundes in Bronze an Manuela Schult

Ehrenmedaille des Kreisfußballverbandes in Silber an Jürgen Brachmann

 

Auszeichnungen anlässlich des 90. jährigen Bestehens im Jahre 2011:

 

Ingo Runow - Ehrennadel des Kreissportbundes Ludwigslust in Gold

Manuela Schult - Ehrennadel des Kreissportbundes Ludwigslust in Silber

Otto Ohnesorge - Ehrennadel des Landesfußballverbandes Meckl./Vorp. in Gold

Jörg Jahncke - Ehrennadel des Kreisfußballverbandes Ludwigslust in Bronze

 

Für Ihre ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohle des SV Blau Weiß Polz wurden geehrt: Leonhard Weidmann, Helmut Weidmann  und Annette Fentzahn

 

 

Chronik der 1. Mannschaft des Fussballvereins

1960 Kreismeister + Bezirkssieger aller Kreismeister

1969/70 Aufstieg Bezirksklasse

1975/76 Abstieg aus Bezirksklasse

1978/79 Kreismeister + Aufstieg Bezirksklasse

1985/86 Abstieg aus Bezirksklasse

1987/88 Kreismeister + Aufstieg Bezirksklasse

1990/91 Aufstieg in Bezirksliga

1992/93 Bezirksmeister + Aufstieg Landesliga

1993/94 Abstieg aus Landesliga

1994/95 Aufstieg Landesliga West

1998/99 Landesliga West - 1.Platz und Aufstieg in die Verbandsliga

ab 1999/2000 bis 2005 Verbandsliga Meckl./Vorp.

2005 bis 2007 Landesliga West

2007 bis 2010 Verbandsliga Meckl./Vorp.

ab 2010 Landesliga West

 

 

Bilanz der letzten Jahren
Saison Liga
Platz
Tore
Punkte
90/91 Bezirksklasse Süd
1
48:21
41:11
91/92 Bezirksliga West
6
51:41
33:27
92/93 Bezirksliga West
1
88:32
49:11
93/94 Landesliga Meckl.-Vorp.
15
35:60
23:37
94/95 Bezirksliga West
3
60:40
40:20
95/96 Landesliga West
9
41:49
31
96/97 Landesliga West
8
63:58
44
97/98 Landesliga West
6
75:44
49
98/99 Landesliga West
1
83:38
65
99/00 Verbandsliga Meckl.-Vorp.
11
59:59
37
00/01 Verbandsliga Meckl.-Vorp.
10
45:64
34
01/02 Verbandsliga Meckl.-Vorp.
12
35:66
30
02/03 Verbandsliga Meckl.-Vorp.
14
42:63
30
03/04 Verbandsliga Meckl.-Vorp.
14
42:64
27
04/05 Verbandsliga Meckl.-Vorp.
16
50:72
26
05/06 Landesliga Mecklenburg

5

55:45 39
06/07 Landesliga Mecklenburg

1

84:41 58
07/08 Verbandsliga Meckl.-Vorp.

13

53:78 30
08/09 Verbandsliga Meckl.-Vorp.

15

42:69 26
09/10 Verbandsliga Meckl.-Vorp.

15

30:87 15
10/11 Landesliga Mecklenburg

8

54:50 32
11/12 Landesliga Mecklenburg

5

55:44 38
12/13 Landesliga Mecklenburg

2

58:37 45
13/14 Landesliga Mecklenburg

5

69:41 46
14/15 Landesliga Mecklenburg

4

79:46 41

 

                                     Vereinschronik                           

           90 Jahre Polzer Sportverein

     Die Erfolgsgeschichte eines Landsportvereins

 

                                  Inhaltsverzeichnis

 

1. Die Gründerjahre und 

Entwicklung bis zur Betriebssportgemeinschaft

 

2. Die Vorstandsvorsitzenden

 

3. Die Wendejahre 1989 und 1990

 

4. Fußballhöhepunkte

 

5. Die Erfolgsbilanz des Polzer Fußballs

 

6. Bauprojekte des Vereins

 

7. Internationale Begegnungen

 

8. Nachwuchsfußball

 

9. Frauen – und Mädchensport

 

10. Kegelsport/Volleyball

 

11. Sponsorentätigkeit

 

1. Die Gründerjahre und Entwicklung bis zur Betriebssportgemeinschaft

Wenn in der Region der Ortsname Polz fällt, kommt das Gespräch fast immer auf den Polzer Fußball. Der Fußballsport hat den südlichsten Ort in Mecklenburg – Vorpommern landesweit bekannt gemacht. In diesem Jahr blickt der Sportverein auf eine neunzigjährige Geschichte zurück. Im Jahr 1921, also wenige Jahre nach dem Inferno des 1. Weltkrieges, erfolgte die Gründung. Das einzige Kapital des Vereins war damals die große Sportbegeisterung vieler junger Polzer. Es bildeten sich Gruppen im Fußball, Turnen, Kegeln und Radfahren, später entstand ein selbstständiger Reitverein, dem natürlich in erster Linie junge Bauern angehörten.

 

 

                                Gründungsfoto Polzer Sportclub von 1921

 

Die Vereinsführung lag über viele Jahre in den Händen von August Roock. Das Hauptproblem bestand zunächst darin, den Verein überhaupt aufrecht zu erhalten, denn Schwierigkeiten gab es genug, und Geld so gut wie nicht. Der Sportplatz lag links von der heutigen Wirtschaftsstrasse in Richtung Verclas, und zwar dort, wo sich bis Anfang der 90 er Jahre die Mülldeponie befand. Auf diesem holprigen und sandigen Gelände richtig Fußball zu spielen, war aus heutiger Sicht wohl kaum möglich, aber ein Stück Wiese für den Sport bereit zu stellen, wäre den Bauern in damaliger Zeit auch kaum zuzumuten gewesen und das Gemeindeland war restlos an die „kleinen Leute“ verpachtet. Eine staatliche Förderung gab es nicht, und so musste sich auch jeder seine Kluft selbst beschaffen. Die Polzer Farben waren seinerzeit schwarz-weiß, eigentlich recht praktisch, denn so konnte auch ein Unterhemd notfalls als Dress herhalten.

Wenn es auch für alle Sektionen viele Höhen und Tiefen gab, so hat sich von Anfang an der Fußball als Sportart Nummer 1 behauptet  – die Jahre des 2. Weltkrieges ausgenommen – und  kontinuierlich erhalten. Wie groß der Enthusiasmus damals war, mag ein anekdotenhaftes Beispiel belegen. Ein Fußball kostete in den 30 er Jahren 12,- Reichsmark, und dieses Geld wurde aufgebracht, in dem die Jungen herumlaufende Katzen einfingen und das Stück für  1,- Reichsmark an den Jagdpächter Heder verkauften, der damit seine Hunde abrichtete.

Der Spielbereich hatte einen Radius von etwa 20 bis 30 Kilometer, also bis Dannenberg, Wehningen, Eldena, Wittenberge. Weiter kam man nicht, mussten doch alle „Reisen“ mit dem Fahrrad abgestrampelt werden. Das war oft sehr anstrengend, denn die meisten Aktiven arbeiteten die ganze Woche schwer in der Landwirtschaft.

 

Von anderen Disziplinen ist zu berichten, dass die Turner zum Beispiel in Johannes Niemann ein besonderes Talent in ihren Reihen hatten, der ohne Schwierigkeiten sogar den  „Riesen“ am Reck meisterte. Geturnt wurde im Saal der Gaststätte Stech. Auch die ca. zehnköpfige Kunstradfahrgruppe übte dort.

Kulturelle Höhepunkte mit den weitaus größten Zuschauerzahlen bildeten die jährlichen Reiterfeste, die auf der Hohen Koppel am Grittelschen Weg gegenüber dem späteren Mischplatz stattfanden. Die Leitung und Ausbildung lag in den Händen von Ferdinand Schuldt, der diese Tätigkeit auch nach dem 2. Weltkrieg bis etwa Mitte der 50 er Jahre sehr engagiert und fachkundig ausübte.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Sport mit seinen zentralistischen Strukturen sehr stark der herrschenden Ideologie untergeordnet. Dementsprechend wurden auch die Leitungsfunktionen besetzt, was nicht immer zum Vorteil des Sports geriet. Mit dem ersten Kriegsjahr 1939 kam die Sportarbeit fast zum Erliegen. Die meisten Männer wurden eingezogen und mehr als 50, darunter viele Leistungsträger des Sports, blieben auf den Schlachtfeldern, waren vermisst bzw. trugen schwere Schäden davon.

Doch einige kehrten aus Krieg und Gefangenschaft zurück, und so wurde 1948 ein neuer Anfang gemacht. Im Juni erfolgte die Neugründung der Sportgemeinschaft Polz.  

                                Foto der Wiedergründung 1948

Der Hauptinitiator war Tischlermeister Paul Neumann. Dem ersten gewählten Vorstand gehörten außer Ihm Walter Böckmann, Ernst Aßmann, Heinz Schult, Walter Keller und Erwin Krambeer an. Die beschlossene Satzung setzte eine Beitrittsgebühr von 1,- bis 2,- Mark und einen Monatsbeitrag von 0,50 bis 1,- Mark fest je nach Alter und Einkommen. Als Hauptsportarten wurden Fußball, Handball und Kegeln vorgesehen. Auch eine Frauen-Gymnastik-Gruppe und eine Leichtathletikgruppe entstanden, geleitet von dem verdienstvollen Sportlehrer Friedrich Gauger, der nach der Heimkehr aus der Kriegsgefangenschaft bis 1950 in Polz wohnte und anschließend viele Jahre an der EOS bzw. am Institut für Lehrerbildung in Dömitz tätig war.

Auch die Damen-Handball-Mannschaft (Feldhandball) wusste durch ansprechende Leistungen zu gefallen, existierte aber, wie andere Gruppen auch, nur einige Jahre. Sie wurde beratend betreut von Lehrer Rudolf Schulz, dem damals sehr bekannten Fußballtorwart, der von Hause aus Handballer war und auch beim Fußball kaum Abstöße sondern Abwürfe machte, die weit über die Mittellinie reichten und sehr genau „ankamen“. Die Leistungsträger bei den Handballerinnen waren damals Inge Löscher, Marta Zucker (Schoschies) und Inge Zucker.

Absolute sportliche Höhepunkte waren aber die jährlichen Reiterfeste zwischen 1950 und 1955. Daran nahmen Mannschaften aus Mödlich, Seedorf, Grebs, Strachau und zweimal auch aus Dannenberg teil. Es fanden Wettkämpfe im Dressur- und Springreiten sowie Fahrwettbewerbe statt. Unvergessen sind sicherlich für die Älteren die Leistung des Strachauer Springreiters Hermann Jahnke, der mit seinem Rappen weit über 2m hoch sprang und auch an überregionalen Meisterschaften teilgenommen hatte sowie die Verdienste und Erfolge von Hermann Thiede und Walter Schwebke. Bei diesen Leistungen war immer zu berücksichtigen, dass die eingesetzten Pferde die ganze Woche über als „Ackergäule“ schwer im Einsatz und hoch belastet waren. Einen absoluten Zuschauerrekord im Polzer Sport gab es 1954, als auf der Koppel hinter der Gaststätte Lüth mehr als 4.000 Zuschauer gezählt wurden. Die vorgedruckten Eintrittskarten reichten bei weitem nicht aus. Alte Kartenrestbestände aller Art, sogar aus Vorkriegszeit, mussten die Notsituation behelfen. Abends war dann Tanz auf beiden Sälen, und es war immer toll was los. Durch den wachsenden Druck auf die Reiter, der GST (Gesellschaft für Sport und Technik) beizutreten, was sie in der Mehrzahl nicht wollten, ging dann der Reiterverein Mitte der 50 er Jahre leider ein. Zu erwähnen ist aber noch, dass der Sportfreund Schulenburg aus Alt Kaliß später im DDR-Maßstab noch zu Meisterehren kam. Seine Grundschule im Reiten hatte er in Polz absolviert.

Der Sportplatz befand sich nun auf der Schweinekoppel links vor der Löcknitzbrücke. Er war deutlich besser als der frühere. Es gab aber ein Handicap, das nicht abzustellen war. Fast regelmäßig wurde der Platz vom Löcknitzhochwasser überschwemmt, in schlimmen Jahren sogar zweimal jährlich und war dann über Wochen unbespielbar. Für die planmäßige Absicherung des Punktspielbetriebes wurde ein neuer Platz immer dringlicher. Schließlich gelang es , ein Stück Ackerland hinter der Molkerei, zu erwerben. Es waren allerdings von 1952  an Tausende Stunden freiwilliger Aufbauarbeit nötig, um diesen wunderschön gelegenen Platz zu dem zu machen, was er dann war und heute ist.

Auch die Umkleidekabinen mit den nötigen Erschließungsarbeiten wie Strom- und Wasserversorgung wurden bereits in den 60 er Jahren realisiert und dadurch ein Spitzenniveau für Dorfgemeinschaften erreicht. Rechtsseitig ergänzten ein Volleyballplatz, eine Aschenbahn und eine Weitsprunganlage das Anwesen.

Wenn die I. Fußballmannschaft damals auch nur in der Kreisklasse spielte, gab es doch sehr viele schöne und niveauvolle Spiele, vor allem die jährlichen Pokalfeste begeisterten hunderte Zuschauer immer aufs Neue. Es kam auch sicher nicht von ungefähr, dass Polz zweimal für sogenannte nationale Fußballspiele ausersehen wurde und zwar 1952 gegen den TSV 1860 Travemünde und 1955 gegen die SG Oststeinbek bei Hamburg. Beide Spiele wurden zwar verloren, viel wichtiger aber war der Beitrag der Sportler für die Aufrechterhaltung des damals auch in der DDR noch aktuellen Wiedervereinigungsgedankens. Wie sehr dann aber später der kalte Krieg auch den Sport immer mehr erfasste, lässt sich daran erkennen, dass die freudig erwarteten Rückspiele nicht mehr stattfinden durften.

Ein „warmer Regen“ in diesem Zusammenhang waren allerdings die vom DTSB aus diesen Anlässen zur Verfügung gestellten Trikots (schwarz – rot – gelb) und neue Bälle bereits mit Nippel, d.h., ohne Verschnürung. Vollrat Ohnesorge bekam als einer der verdienstvollsten Spieler der Nachkriegsjahre ein paar neue schweinslederne Fußballschuhe.

Die materiellen Bedingungen der Sportgemeinschaft Polz verbesserten sich auch wesentlich mit der Einordnung in die zentrale Sportvereinigung „Traktor“ im Jahre 1951. Für unseren Sportverein übernahm zunächst der Verein der gegenseitigen Bauernhilfe (Bäuerliche Handelsgenossenschaft  Polz) die Patenschaft. Eine richtige BSG (Betriebssportgemeinschaft) konnte jedoch erst entstehen, als 1976 die ZBO „Fritz Reuter“ Dömitz die Funktion des Trägerbetriebs übernahm und in diesem Zuge sich in materieller Hinsicht vieles verbesserte. Vor allem war nun die Bereitstellung von Bussen für die Auswärtsspiele großzügig geregelt.

Diesen Fortschritt aus heutiger Sicht richtig einzuschätzen, ist wohl nur denen möglich, die vorher die langen Radtouren (einschließlich Pannen) und das Reisen auf halboffenen LKW, anfangs noch mit Holzgasgenerator betrieben, mitgemacht haben. Durch diese Entwicklung stieg auch zunehmend das sportliche Niveau. Zwar war man bereits 1950 Meister der Kreisklasse geworden und hatte Anfang der 60 er Jahre knapp den Aufstieg in die Bezirksklasse verpasst, so spielten die Polzer aber dann seit 1970 bis Ende der 80 er Jahre überwiegend, d. h., mit einigen Auf und Ab in der Bezirksklasse Süd und wurden 1987/88 dort sogar Dritter. Die wirksame Förderung, die der Polzer Fußball in jenen Jahren erfuhr, ist zu einem beträchtlichen Teil dem besonderen Engagement des damaligen Leiters der ZBO, Heinz Runow, zu verdanken.

Schon in den Jahren 1971 bis 1988 und mit dem politischen Umbruch der Wende ab 1989 bis 1990 konnten die Polzer Fußballer, ohnehin das Aushängeschild des Vereins und das des Dorfes, in der Bezirksklasse Staffel Süd des Bezirkes Schwerin mehr als „Duftmarken setzen“.

Zu den Höhepunkten zählten damals die Revierderbys gegen Rotation Neu Kaliß. Diese Spiele waren unabhängig vom Tabellenstand stets mit knisternder Spannung geladen, verliefen unter hohem emotionalen Einfluss  jedoch stets fair und zogen viele Zuschauer an.

Als bei der Besetzung der 1. Fußballmannschaft mit leistungsfähigen Fußballern Engpässe aufzukommen drohten, wurde die Beziehung der ZBO mit seinem Leiter Heinz Runow zu den Grenztruppen der DDR äußerst wertvoll.

Bis zu sechs Fußballer der Standorte Dömitz, Tripkau und Schwartow verstärkten die Mannschaft und halfen „Durststrecken“ zu überwinden.

Diese Beziehung führte sogar soweit, dass beim jährlichen Tag der Grenztruppen am 1. Dezember der damalige Vereinsvorsitzende Ingo Runow auf dem Fahnenappell in Tripkau eine Grußbotschaft überbrachte. Die anschließende und andere damalige Feiern mit den beiden Partnern verliefen feucht und fröhlich.

Alle der damaligen Grenzsoldaten erinnern sich gerne an diese schöne Zeit und haben auch später noch den Weg nach Polz gefunden.

Auch Hallenturniere wurden in unserem Verein  in regelmäßigen Abständen veranstaltet. Höhepunkt war ein Turnier unter der Schirmherrschaft der I.M.F.O. 1991 bei dem  eine Siegprämie von 1000,- DM ausgesetzt war. In einem starken Teilnehmerfeld setzte sich zur Zufriedenheit aller unsere Mannschaft durch und gewann die Siegprämie.

Gute Hallenspieler konnte der SV Blau Weiß Polz schon immer aufbieten und demzufolge wurden viele Erfolge auch auf fremdem Parkett gefeiert.

Die Turniere um den Allianz-Cup, auch für Alte Herren und Nachwuchsmannschaften waren und sind ein fester Bestandteil im Vereinsleben unseres Sportvereins.

In hervorragender Weise hat sich in der Zeit von 1978 bis 2006 der Sportfreund Helmut Weidmann in den Polzer Fußballsport eingebracht. Ihm als verantwortlichen Übungsleiter ist es im hohen Maße zuzuschreiben, dass der SV Blau-Weiß Polz in den 90 er Jahren einen fast phänomenalen Aufschwung genommen hat. Als zuverlässiger Helfer assistierte ihm dabei Otto Ohnesorge. Nachdem ab 2006 Rene Weidmann und Otto Ohnesorge das Oberkommando führten, bilden seit Sommer 2010 Roland Meyer aus Lenzen und Otto Ohnesorge das Trainergespann.

 

2. Gründungsmitglieder, Vorstände und Vereinsvorsitzenden

Als gegenwärtiger Vorstandsvorsitzender kann wie auch alle anderen, nachstehend genannten Vorsitzenden, auf eine erfolgreiche Bilanz  verweisen:

Vorsitzende des Polzer Sportvereins:

 

Sportverein Polz   1921 – 1948                  August Roock ( lange Jahre)

weitere Gründungsmitglieder:                     Wilhelm Böckmann

                         Richard Ramin

                                                                        Willi Fick

                                                                        Willi Schult

                                                                        Otto Fick  

                                                                        Richard Böckmann                     

 

Sportverein Polz              ab 1948               Paul Neumann – Gemeinschaftsleiter

                                                                        Walter Böckmann – Stellvertreter

                                                                        Ernst Aßmann – Schriftführer

                                                                        Heinz Schult – Kassenführer

                                                                        Waldemar Meier – Kassierer

                                                                        Walter Keller und

                                                                        Erwin Krambeer – Kassenprüfer

 

weitere Mitglieder bei der Wiedergründung 1948 waren:

Werner Trinkhahn, Ewald Fick, Edwin Stech, Edmund Moll, Günter Runow

 

Vorsitzende des Sportvereins seit 1976

BSG „Traktor“ Polz         1976 – 1980              Paul Neumann

BSG „Traktor“ Polz         1980 – 1986              Leonhard Weidmann

SV Blau Weiß Polz         1986 – 2000              Ingo Runow

SV Blau Weiß Polz         2000 – 2006              Erhard Neumann

SV Blau Weiß Polz         2006 – 2007              Marcel Bartsch

SV Blau Weiß Polz         ab 2007                      Peter Franke

 

Überhaupt kann man sagen, dass alle Vorsitzenden mit ihren Vorstanden zeitlich bedingt die unterschiedlichsten Probleme und Bedingungen zu bewältigen hatten,  aber ausnahmslos eine Weiterentwicklung des Polzer Sports verzeichnen konnten. In den vergangenen 90 Jahren sind dagegen viele Nachbargemeinschaften „auf der Strecke geblieben“.

 

3.Wendejahre 1989 und 1990

 

Weil die politische Wende auch im Leben unseres Sportvereins gravierende Änderungen aber auch neue, ungeahnte Möglichkeiten mit sich brachte, sollen sie an dieser Stelle noch einmal gesondert betrachtet werden.

Nachdem die Feierlichkeiten zum 40 jährigen Bestehen nach Wiedergründung des Polzer Sportvereins u.a. mit einer Festsitzung und einem Besuch der polnischen Delegation vom LZS Wieszcsyce beendet waren, ging es wieder in den sportlichen Alltag.

Es folgt im Sommer 1989 ein Gegenbesuch bei unseren polnischen Gästen und wie schon ein Jahr zuvor waren in Polen viele Signale auf Wende gestellt. Dies konnten wir schon 1988 dort erfahren. Aufmerksam die Euphorie um die Wahl des neuen sowjetischen Präsidenten Michael Gorbatschow verfolgend wurden uns schon 1988 in Polen ein bevorstehender Umbruch vorausgesagt.

In Polz begann unsere 1. Fußballmannschaft mit großem Engagement die Vorbereitungen auf die Fußballsaison. Es sollte unbedingt ein besserer Start wie im letzten Jahr gelingen, nach dem man nur knapp dem Abstieg entgangen war.

Übungsleiter Helmut Weidmann nahm Anfang des Jahres als Mitglied der LPG (T) „Einheit“ Kaliß/ Polz eine hauptberufliche Tätigkeit als Platzwart auf.

Im Herbst begann er mit der Sichtung und dem Training der jüngsten Fußballer in der Altersklasse 5 – 8 Jahre.

Aber auch die Mädchengymnastikgruppe unter Leitung der Sportfreundin Roswita Bartels nahm ihren Übungsbetrieb auf. Die allgemeinen Sportgruppen unter Leitung von Manuela Schult und Elke Weidmann setzten ihre wöchentlichen Übungsabende fort.

Die Fußballer der AK 8 –10 und die Volleyballer unter Leitung von Peter Lengemann bestritten in der Kreisklasse ihre Punktspiele.

Die Alte Herren Mannschaft führte Freundschaftsspiele durch.

Im November 1989 fanden erneut DTSB -Wahlen auf allen Ebenen statt.

Auch für unsere BSG galt es Rechenschaft abzulegen und die Ziele für die Zukunft neu abzustecken.

Mit dem Sportfreund Ernst Aßmann wurde ein Neugründungsmitglied und unser längjähriger und verdienstvoller Schriftführer aus dem Vorstand verabschiedet.

Der Sportfreund Ingo Runow wurde als Vorsitzender der BSG Traktor für weitere 3 Jahre wiedergewählt.

Nach dem 40. Jahrestag der DDR am 7. Oktober 1989 begann im ganzen Land der Aufbruch des Volkes. In allen Breichen wurden massive Forderungen nach mehr Demokratie gestellt. Am 9. November 1989 wurden die Grenzen zu den Nachbarstaaten geöffnet und seitdem deckten viele Organisationen  den Machtmissbrauch der SED-Führung schonungslos auf.

Auch der Bundesvorstand des DTSB musste Amtsmissbrauch zugeben. Zahlreiche Funktionäre traten zurück und sogar ein Selbstmord eines hohen Funktionärs war zu verzeichnen.

Zunehmend mehr Sportler versuchten eine Profilaufbahn einzuschlagen.

Für unsere kleine Sportgemeinschaft stellte sich die Frage wie weit die bisherige gute Unterstützung der Trägerbetriebe ZBO Dömitz und LPG Kaliß/Polz fortgesetzt werden konnte.

Diesbezüglich wurden schon zum Jahresende die ersten Gespräche im Bundesvorstand geführt denn schon einige Gemeinschaften mussten ihre Auflösung bekannt geben bzw. bangten um ihre Existenz.

Trotz der sich anbahnenden politischen Veränderungen, die jeden Sportfreund auch im persönlichen Bereich betrafen, konnten die sportlichen Aktivitäten in unserer Sportgemeinschaft erhalten werden.

Große Probleme entstanden jedoch im Nachwuchsfußball. Unsere erfolgreiche Knabenmannschaft unter Leitung von Manfred Schult und Holger Weniger konnte wegen der großen Altersunterschiede die Punktspiele nicht mehr aufnehmen.

Zum Glück gelang es, die Spieler größtenteils nach Dömitz zu delegieren.

Die neu formierte Kindermannschaft konnte den Trainingsbetrieb unter Leitung von Manfred Schult und Helmut Weidmann fortsetzen.

Um in der AK 12 –15 Nachwuchsspieler zu sichten, wurden Spieler aus Woosmer und Tripkau eingeladen.

Die 2. Männermannschaft konnte den Punktspielbetrieb nicht mehr aufnehmen, da sich einige Spieler nicht mehr bereit erklärt hatten.

Die 1. Mannschaft startete ohne Unterstützung der Zweiten mit 16 Spielern in die Bezirksligasaison und erreicht zum zweiten Mal den Gewinn der Herbstmeisterschaft zur Winterpause.

Nachdem am 3.Oktober 1990 die Wiedervereinigung vollzogen wurde, änderten sich auch für unseren Sportverein viele Bestimmungen und Gesetzte.

Mit der Anerkennung der Gemeinnützigkeit  sowie der Eintragung ins Vereinsregister entschloss sich der Vorstand zukünftig den Namen SV „Blau Weiß“ Polz zu führen.

Vereinzelt vorgetragene Einwände wegen der zur Gründung vorherrschenden Vereinsfarben Schwarz- Weiß wurden verworfen.

Wir legten für 1990 einen Mitgliedsbeitrag in Höhe von 2,- , 1,- und 0,50 DM im Monat fest.

Dies brachte natürlich auch Kritik ein, veranlasste aber nur etwa 10 Mitglieder zum Austritt aus dem Sportverein.

Die zukünftige Finanzierung unserer Sportarbeit sollte eine der zu lösenden Hauptaufgaben sein. Die bisher bekannten Zuwendungen von finanziellen Mitteln durch ehemalige Trägerbetriebe unserer Betriebssportgemeinschaft wurden eingestellt.

Es musste auch auf die Suche nach unterstützenden Firmen gehen. So wurden bis Jahresende 18 Firmen angesprochen. Alle zeigten sich zunächst grundsätzlich nicht abgeneigt über Werbungskosten den Sport in Polz zu unterstützen.

Unseren traditionellen Sportlerball konnten wir in diesem Jahr nicht wie gewohnt in der Gaststätte Stech durchführen. Nur mit großer Mühe gelang es, die gastronomische Versorgung unseres Sportfestes, Sportlerballs und Pokalturniers am 17.06.1990 abzusichern.

Trotzdem wurde das Pokalturnier mit unseren Gästen von der TUS Brietlingen, die uns reich beschenkten, ein voller Erfolg. Über den Sponsor vom TUS Brietlingen, Herrn Henri Karls gelang es, unserem hochtalentierten  Sportfreund Rene Holm einen Arbeitsplatz in Lauenburg zu beschaffen.

 

Fußballspiele gegen den SV Penkefitz, unser „Partnerdorf“ Gusborn und den MTV Dannenberg vervollständigten die Reihe der Vergleiche mit westdeutschen Mannschaften.

Unsere neuen Sozialräume auf der Waldsportanlage wurden durch die Hand vieler fleißige Helfer zu einem Schmuckstück. Wieder war Henri Karls der entscheidende Mann als es um die Beheizung der neuen Sozialräume ging.

So wurde die Beheizung mit 13 Kachelöfen, wofür schon die Schornsteine angelegt waren verworfen und es konnte eine Zentralheizung Dank des, von Henri Karls beschafften Heizkessels und Öltanks gebaut werden. Lediglich die Finanzierung der Kegelbahn bereitete zeitweise Probleme.

Durch das angemeldete Gaststättengewerbe von Elke Weidmann besaßen wir mit der Sportlerklause eine schöne Vereinsgaststätte.

Im Jahr 1990 sind ca. 115 Sportlerinnen und Sportler in den verschiedenen Mannschaften und Sportgruppen aktiv. Eine enorm hohe Zahl auf die alle Verantwortlichen stolz sein können.

Bereits Ende 1989 fand ein erstes Freundschaftsspiel beim SV Penkefitz in Dannenberg statt und beim anschließenden gemütlichen Beisammensein bekamen wir bei Eintopf mit Bockwurst auch die Wirkung des leckeren Flensburger Pilsners zu spüren. Aber es war eines der unvergesslichen Erlebnisse.

Der Gegenbesuch fand beim ersten gemeinsamen Dorffest des Sportvereins und der Freiwilligen Feuerwehr in Polz im Jahre 1992 statt.

Im Jahre 1991 konnte die 1. Fußballmannschaft sensationell den Aufstieg in die Bezirksliga des Bezirkes Schwerin feiern. Und gefeiert wurde seit dem nicht nur bei den Fußballen in regelmäßigen Abständen.

Dass man in Polz schnell – beinahe zu schnell- hinter die Schliche von Sponsoring im Vereinsleben kam, hatte der Verein ohne Frage auch der I.M.F.O. in Hamburg zu verdanken.

Die Herren Hauffs, Olms, Storch und Schwiderski beschrifteten den Bus der LVG, ließen Werbung auf neue Trikots drucken, finanzierten das Hallenfußballturnier des SV Blau Weiß Polz in Ludwigslust mit einer Siegprämie von 1000,- DM und vieles andere mehr. Wie die Könige fuhren wir mit unseren beschrifteten Bus nach Polen und sorgten dort so mehr für Aufsehen als durch sportliche Leistungen. Unsere Fußballer verstanden die Fahrten eben mehr als „Erlebnisreisen“.

Als die Dividende bei der I.M.F.O. durch unzureichende Abschlüsse stark nachließ, mussten wir zum Rapport nach Hamburg. Und als die Gerüchte nach unlauteren Geschäften im Zusammenhang mit der I.M.F.O. durch Auftauchen von „Schwarzen Listen“ neuen Nährboden erhielten, war die Ära I.M.F.O. beim Sportverein Polz schnell beendet.

Nun befürchteten viele im Verein das Schlimmste, Neider und Konkurrenten rieben sich die Hände.

Aber weit gefehlt: Der Höhenflug der Polzer Fußballer und damit des gesamten Vereins sollte sich bis heute fortsetzen. Dass viele der Polzer Fußballer, Funktionäre, Mitglieder und Fans durch Ihre Verluste bei der I.M.F.O. den Start des SV Blau  Weiß Polz in die Marktwirtschaft mitgestaltet haben, sollte und darüber hinwegtrösten.

In Bezug auf langfristigen sportlichen Erfolg im Fußball hat der Polzer Sportverein die politische Wende im Vergleich zu seinen früheren Dauerrivalen wie z.B. Neu Kaliß, Lenzen oder Neustadt Glewe trotz deutlich schlechterer „Infrastruktur“ hervorragend gemeistert.

 

4. Fußballhöhepunkte

In Polz fanden seit dieser Zeit einige, vor allem fußballerische Höhepunkte statt:

Besondere Attraktionen dabei war der Auftritt einer Alte- Herren-Mannschaft des Hamburger Sportvereins im Jahre 1992. Im Vorspiel standen sich damals zwei Frauenmannschaften gegenüber. Dies war wohl zu DDR- Zeiten vor einem FDGB-Pokalendspiel schon einmal der Fall. Der Spielball wurde von einem Fallschirmspringer punktgenau eingeflogen, was eine große Attraktion bedeutete und in der Zukunft einige „Nachahmer“ auf den Plan brachte. Mit dem Aufstieg in die Landesliga 1992, damals höchste Spielklasse von Mecklenburg/Vorpommern, begann

eine bis heute anhaltende „Hochzeit“ des Polzer Fußballs.

1993 gab es beim Landesliga-Punktspiel Blau-Weiß Polz – TSV 1860 Stralsund mit 700 Zuschauern die bis dahin höchste Besucherzahl. Obwohl 1994 durch gewissen Leistungsabfall der Abstieg aus der Landesliga, als damalige höchste Spielklasse in

M-V. erfolgte, wurde Steffen Willuweit in dieser Spielklasse Torschützenkönig. Der Wiederaufstieg erfolgte bereits 1 Jahr darauf, wiederum mit Steffen Willuweit als Torschützenkönig der Bezirksliga.

In dieser Landesliga verweilte die Polzer Erste bis 1999, ehe der erneute Aufstieg in die jetzt umbenannte Verbandsliga, als jetzt höchste Spielklasse Mecklenburg/ Vorpommerns gelang.  

Der Aufstieg ist geschafft. Trainer Helmut Weidmann wird gefeiert.

Bis 2005 konnte sich die Mannschaft mit Gegnern aus Rostock, Neubrandenburg, Stralsund, Torgelow, Greifswald und Schönberg, um einige der bekanntesten Fußballstädte zu nennen, messen. Eine einmalige Leistung eines kleinen, ja des wohl jemals kleinsten Vereins in dieser Klasse. Und immer hinterließen  unsere Jungs einen guten Eindruck und waren keine Punktelieferanten. Das Polzer Waldstadion war bei allen Gegnern  für seine hervorragend präparierte Spielfläche bekannt und die Atmosphäre bis hin zur Versorgung wurde allerseits geschätzt.

Nach zwei Jahren Landesliga (2005 bis 2007) konnte die Mannschaft erneut den Wiederaufstieg in die Verbandsliga schaffen und besiegte damals den Tabellenzweiten und Dritten in allen Spielen der Saison. Nach dem Abstieg 2010 spielt unsere Mannschaft wieder in der Landesliga und ist dort hoffentlich gut aufgehoben. Das langfristige Ziel kann nur der Klassenerhalt in dieser Landesliga sein, zumal die Voraussetzungen und Bedingungen für unseren kleinen Landsportverein wesentlich schwieriger geworden sind

Die bisher größte Anerkennung wurde dem SV Blau – Weiß Polz aber wohl mit dem Zuschlag für das Spiel der Junioreneuropameisterschaft U 16 Ungarn Georgien im April 1997 zuteil, das unter großer Anteilnahme der Schüler aus den umliegenden Orten stattfand. Im Zuge der Vorbereitung wurde der Rasen mustergültig hergerichtet und mit Hilfe von Fördermitteln der Bau einer Zuschauertribüne realisiert.

Dies bedeutete für unseren kleinen Landsportverein einen  ungemeinen Qualitätssprung. Nun konnte sich die Walssportanlage endlich Waldstadion nennen.

Die Ehre, die uns mit der Ausrichtung der Junioren EM zuteil wurde, zeigt den Stellenwert der bis dahin geleisteten Arbeit.

 

 

Weitere Höhepunkte im Polzer Fußballsport waren die Freundschaftsspiele gegen den Bundesligisten VfL Wolfsburg im Jahre 2001 und gegen den FC Hansa Rostock in den Jahren 2006 und 2007. Wenn auch unseren Fußballern ihre Grenzen aufgezeigt wurden, war es doch jedes Mal ein großes Erlebnis, gegen Profis antreten zu können. In allen Fällen wurden die äußeren Bedingungen, vor allem der Platz, „bis über den Klee“ gelobt. Der Wolfsburger Trainer Wolfgang Wolf ließ sogar verlauten: „So eine Spielfläche gibt es manchmal in der Bundesliga nicht“.

Zum Gedenken an den langjährigen Vorsitzenden der Sportgemeinschaft Polz fand 1998 erstmals das Paul-Neumann- Gedenkturnier für Alt- Herren- Mannschaften statt. Dabei ließen sich die Polzer den Sieg nicht nehmen. Leider ließ diese gute Tradition nach und das Turnier konnte aus Mangel an Spielern der eigenen Mannschaft nicht mehr  stattfinden.

 

5. Die Erfolgsbilanz der 1. Männermannschaft:

 

1960                          Kreismeister und Bezirkssieger aller Kreismeister

1970                          Aufstieg in die Bezirksklasse

1970-1975                Bezirksklasse

1975                          Abstieg aus der Bezirksklasse

1976-1979                Kreisklasse

1979                          Kreismeister und Aufstieg in die Bezirksklasse

1979-1986                Bezirksklasse

1986                          Abstieg aus der Bezirksklasse

1986-1988                Kreisklasse

1988                          Kreismeister und Aufstieg in die Bezirksklasse

1988-1991                Bezirksklasse

1991                          Aufstieg in die Bezirksliga

1991-1992                Bezirksliga

1992                          Bezirksmeister und Aufstieg in die Landesliga (höchste Kl. in M-V)

1992-1994                Landesliga

1994                          Abstieg aus der Landesliga

1994 -1995               Bezirksliga

1995                          Aufstieg in die Landesliga West

1995-1999                Landesliga West

1999                          Aufstieg in die Verbandsliga (höchste Klasse Meckl. -Vorp.)

1999-2005                Verbandsliga

2005                          Abstieg aus der Verbandsliga

2005-2008                Landesliga

2008                          Aufstieg in die Verbandsliga

2008-2010                Verbandsliga

2010                          Abstieg aus der Verbandsliga

ab 2010                     Landesliga West

 

6. Bauprojekte des Vereins

Alle Bauvorhaben des Sportvereins in den vergangen 35 Jahren sind fest mit dem Namen Leonhard Weidmann verbunden.

Besondere Verdienste erwarb sich der Sportfreund Leonhard Weidmann, von 1980-1886 Vorsitzender der BSG. Durch seine sehr guten organisatorischen und berufspraktischen Fähigkeiten, die er in hohem Maße in die Arbeit des Vereins einbrachte und durch sein Beispiel viele Sportfreunde zur gemeinnützigen Vereinsarbeit motivierte und mitriss. Er trägt einen hohen Anteil am Umbau des Saales der ehemaligen Gaststätte Lüth zu einer kleinen Turnhalle im Jahre 1982/83.

Unter tatkräftiger Mitwirkung vieler Sportbegeisterter und unter der Leitung des „vereinseigenen Bauleiters“ und Motivators Leonhard Weidmann entstand für damalige Verhältnisse mit geringem Kostenaufwand ein kleines Schmuckstück, wodurch die Trainingsmöglichkeiten im Winterhalbjahr deutlich verbessert wurden.

Die Polzer Sportfreunde leisteten Arbeitseinsätze wie z.B. beim Ausschachten und

Verfüllen des Kabelgrabens der Waldsportanlage oder beim Abriss der alten Umkleideräume Geld einzutreiben. Weitere Einsätze wurden in der Forst bei der Anpflanzung von Kiefern oder der Rübenernte durchgeführt.

Ihm gelang es Wochenende für Wochenende, vor allem sonntags, denn sonnabends wurde Fußball gespielt, die „Feierabendbrigaden“ zu mobilisieren. Dass die gute Versorgung mit Essen (Bockwurst) und Getränken (Bier und Schnaps), vom ehemaligen Platzwart Wilhelm Weidmann gereicht, nicht unwesentlich zur Steigerung der Arbeitsmoral beitrug, lässt sich denken.

Bis zur Wende wurde unsere kleine Sporthalle, die weiterhin auf dem Grundstück des Eigentümers Franz Lüth aus Brandleben stand, vielfältig genutzt.

Sogar die Festsitzung anlässlich des 40. Jahrestages der Wiedergründung des Polzer Sportvereins im Jahre 1988 fand in der Sporthalle statt.

Als der Unternehmer Uwe Braun, Geschäftführer der „Braun Lichttechnik GmbH“ in Lenzen plante in Polz sesshaft zu werden, wechselte die Sporthalle samt Grundstück endlich seinen Eigentümer.

Da sich Uwe Braun und Harald Grimm stark hinsichtlich einer finanziellen Förderung für den Neubau eines Dorfgemeinschaftshauses beim Landwirtschaftsminister Dr.Till Backhaus verwendeten und dies auch gelang, konnte die kleine Sporthalle 2002 abgerissen werden.

Leider blieb uns der engagierte Sponsor Uwe Braun aus persönlichen Gründen nicht lange erhalten.

Auch wenn die alte Sporthalle durch den vergossenen Schweiß manchem Sportler und mancher Sportlerin „liebgeworden war“, stellt das heutige moderne Dorfgemeinschaftshaus, vor allem wegen der anliegenden Sanitärräume, eine entscheidende Qualitätsverbesserung dar.

Wenn auch der Fußball im Polzer Vereinsleben absolut dominiert, blieb man in anderen Sportarten nach der politischen Wende 1989 nicht tatenlos. Mit der Einweihung der Kegelbahn 1991 wurden in dieser Sportart Möglichkeiten geschaffen, an die man in früheren Jahren kaum zu denken gewagt hätte. Wieder unter der Leitung des unermüdlichen Leonhard Weidmann und nach einem Projekt des leider viel zu früh verstorbenen Sportfreundes Siegfried Steinmetz wurde in zahllosen freiwilligen und unentgeltlichen Stunden (nur die Versorgung mit Essen und Getränken war stets gesichert) ein neues Sozialgebäude mit ihrem Kernstück, einer  vollautomatischen Kegelbahn mit zwei Bahnen gebaut.

Wie schon beim Umbau des alten Tanzsaales der Gaststätte Lüth zeigte sich, was in Polz bei guter Organisation möglich ist.

 

Einige Jahre später, nach einer Ruhephase bei den Investitionen, waren es der engagierte Unternehmer Uwe Braun, auf dessen Initiative übrigens der Bundesligist VfL Wolfsburg in Polz Fußball spielte, wieder einmal unser „vereinseigener Aktivist“  Leonhard Weidmann und der Baustoffhändler Harald Grimm, die mit Unterstützung des derzeitigen Landwirtschaftsministers von Mecklenburg-Vorpommern Dr. Till Backhaus die Idee des Neubaus eines Dorfgemeinschaftshauses aus der Taufe hoben. Und dass bei guten Ideen mit aller Kraft versucht wird sie umzusetzen, sieht man an diesem tollen und in allen Bereichen genutzten Gebäudes.

2002 erfolgte die feierliche Einweihung, an der auch Minister Dr. Till Backhaus teilnahm.

Mit der „Angliederung“ der Gemeinde Polz an die Stadt Dömitz  wurde die Idee eines zweiten Sportplatzes mit Vorplatz am Waldstadion entscheidend vorangetrieben.

Dank vieler Eigenleistungen, auch von Sportlern aus den eigenen Reihen und zur Verfügung stehender finanzieller Mittel wurde dieses Vorhaben 2005 realisiert.

Das Waldstadion besitzt jetzt auch einen Ausweichplatz mit Flutlichtanlage. Diese verbessert die Trainingsbedingungen vor allem in den Wintermonaten entscheidend. Nicht weniger wichtig war die gleichzeitige Herstellung eines neuen Brunnens für die überaus wichtige Wasserberieselung beider Sportplätze.

 

7. Internationale Begegnungen

 

Dass Fußballer „keine Kinder von Traurigkeit“ sind, ist hinlänglich bekannt. Nicht nur deshalb wurden seit eh und je sogenannte Fußballausflugsfahrten unternommen. Sie führten unsere Teams nach Polen und Ungarn. Schon vor der Wende wurde der Kontakt zum Partner-Sportverein Wowojewodschaft Bydgoscz gepflegt. Immer gab es eindrucksvolle Erlebnisse zu erzählen, aber immer wurde auch guter Fußball geboten wie z.B. bei einem Spiel gegen Tuchola in Polz mit einem 5:3 Sieg.

Es gibt viele Anekdoten von diesen Fahrten zu berichten, würde jedoch den Rahmen einer Vereinschronik sprengen. Erwähnenswert ist aber, dass der bisher einzige Transfer eines ausländischen Spielers nach einer Polenfahrt vollzogen wurde. Der polnische Fußballer Edward Draijer wurde uns zur Verstärkung angebotenen. Da es keine Ablösesumme gab und er mehr oder weniger nutzbringend beschäftigt werden konnte, war der Schaden nicht so groß, als er nach ca. 4 Wochen wieder an die Grenze nach Pomellen gebracht wurde. Fußballerisch konnte Edward den Verein nicht weiterhelfen, auch weil wir für den polnischen Sportfreund keine Aufenthaltserlaubnis und damit keine Spielberechtigung erhalten haben.

Auf jeden Fall bleibt diese Episode ein unvergessliches Erlebnis unserer Fußballgeschichte. 

 

 

8. Nachwuchsarbeit im Fußballsport

 

In Nachwuchsbereich wurde ab ca. 1969 ebenfalls erfolgreich Fußball gespielt. Eine Knabenmannschaft (später Schüler) lieferte sich damals spannenden Spiele, vor allem gegen Lanz und Lenzen. Hannes Hartwig hatte eine erfolgreiche  Mannschaft geformt. Zu Ihr gehörten u.a. Ralf Stamer, Bernd Massow, Wolfhard  Weidmann, Ingo Runow, Dirk Jahncke, Hartmut Kusack, später Harald Schmidt, Ralf Damp, Ralf Dahse und  Norbert Nickel, um nur einige Spieler zu nennen.

Spartakiaden waren sehr begehrte Wettkämpfe. So holten 1978 und 1979 Knaben- bzw. Schülermannschaften Silber– und eine Bronzemedaille bei der Kreisspartakiade.

1978 nahmen die Polzer Knabenfußballer Frank Garmisch, Thomas Thiede und Wolfgang Mundt erfolgreich mit der der Kreisauswahl Ludwigslust an der Bezirksspartakiade in Schwerin teil. Auch im Juniorenbereich konnten viele Erfolge erzielt werden.

Übungsleiter und Betreuer des damaligen Nachwuchses waren Heinz Runow, Erich Stamer, Theo Mundt, Dieter Schwaß, Manfred Schult, Bernd Stamer, Andreas Baginski, Peter Kies und Bernd Hoffmann um nur einige zu nennen.

Einige Talente konnten dadurch weiterentwickelt werden bis es zur Zeit der Wende etwas ruhiger wurde. Jetzt nahm die Zahl der Kinder und Jugendlichen drastisch ab und die Bildung von eigenen Mannschaften wurde  immer schwieriger. Eine Zusammenarbeit, mit den davon ebenfalls betroffenen Nachbargemeinschaften stellte sich als schwierig heraus. Hier herrschten teilweise noch die alten Neidvorstellungen gegenüber erfolgreicheren Teams.

Erst in den letzten Jahren, als die Notwendigkeit von Spielgemeinschaften zur Erhaltung des Nachwuchsbereiches unabdingbar wurde, gab es einen Annäherung mit der SG Rotation Neu Kaliß. Mit dem Dömitzer SV sollte dies nach der Wende bis heute nicht möglich sein.

Zur Zeit spielen in 3 Mannschaften der Spielgemeinschaft  Neu Kaliß/Polz Jugendliche aus unserem SV.

Aushängeschild und Beweis einer erfolgreichen Zusammenarbeit ist das Team der                 D -Junioren unter Leitung von Rene Weidmann und Peter Kies. Im letzen Jahr, noch von Burghard Schikowski trainiert, wurde sie Kreismeister und schaffte den Aufstieg in die Landesliga. Diese erfolgreiche Saison wurde noch durch den Gewinn der Hallenkreismeisterschaft gekrönt. In dieser Saison spielt die Mannschaft in der Landesliga eine sehr gute Rolle und begeistert nicht nur die teilweise zahlreich zuschauenden Eltern.

In der Saison 2010/2011 belegte die Mannschaft um den talentierten Kapitän Fabian Weidmann, der mit 44 Toren die Torjägerkrone eroberte, sensationell den 3. Tabellenplatz und konnte mit ihrem positiven Auftreten in Städten wie Parchim, Boizenburg, Schwerin, Wismar und Ludwigslust den Willen um Nachwuchsförderung in Polz nachweisen. 

 

 

Auch die 2. Mannschaft der D-Junioren und die C-Junioren, jeweils in der Kreisklasse schlagen sich wacker.

Bleibt nur zu hoffen, dass diese Mannschaften weiter zusammen bleiben um einmal die große Polzer Fußballtradition fortzuführen denn im Bereich der Erwachsenen scheint es in der näheren Umgebung kaum Verstärkungen für das bisher gewohnte Polzer „Fußballniveau“ zu geben.

 

9. Frauen - und Mädchensport

Nachdem der Umbau der kleinen Sporthalle an der ehemaligen Gaststätte Lüth waren auch für die Sportart Gymnastik gute Bedingungen geschaffen worden.

So entstand unter Leitung der Sportfreundin Manuela Schult eine Frauengymnastikgruppe. Wenn auch nur wenige Mitglieder aus der damaligen Zeit altersbedingt heute noch zur Gruppe gehören, trifft sie sich immer noch regelmäßig zu Übungsabenden stets am Montag. Dies brachte ihr auch den Namen : „Montagsgruppe“.

In den Anfangsjahren startete die Gruppe mit einer Altersspanne von 22 bis 50 Jahren. Sogar Gymnastikfreundinnen aus dem heute benachbarten Bundesland  Brandenburg waren aktive Mitglieder beim „Hüftenschwingen“ auf dem Polzer Parkett. Weiter gern ausgeübte Tätigkeiten waren damals und sind heute noch Schwimmen, Fahrradfahren, Bowlen und Kegeln. Auch bei Arbeitseinsätzen am Waldstadion betätigt sich die Gruppe aktiv.

Dass es beim und nach dem Sport immer lustig zuging, hat zweifellos das „Überleben“ beflügelt und en Zusammenhalt gestärkt.

Beim Umzug des Amtserntefestes in Polz 2006 war die „Montagsgruppe“ mit einem eigenen Wagen vertreten.

Viele Anlässe werden bei den Sportfreundinnen zum gemütlichen Beisammensein genutzt. So muss ein Geburtstagskind genauso „einen ausgeben“ wie eine frische Mama oder Oma.

Heute zählt die Gruppe 13 Mitglieder mit einem stolzen Alter von insgesamt 610 Jahren. Die 29 bis 69 jährigen Frauen haben sich vorgenommen, auch weiterhin Sport zu treiben und fester Bestandteil des SV Blau Weiß Polz zu bleiben. Die Bedingungen sind mit dem Dorfgemeinschaftshaus ja in sehr guter Form gegeben.

Im Jahre 1990 begann die nach Polz  zugezogene Susan Janta Mädchen und Jungen für den Tanz, die Aerobic und die Popgymnastik zu begeistern.

In der Sporthalle an der Gaststätte Lüth und ab 2002 im neu erbauten Dorfgemeinschaftshaus waren von Beginn an sehr gute räumliche Voraussetzungen für dieses Betätigungsfeld vorhanden.

Aber auch im Freien, z.B. vor den Fußballhöhepunkten wie den Spielen gegen die „Alt-Liga Mannschaft“ des Hamburger Sportvereins 1992 und den Bundesligisten VfL Wolfsburg 2001 aber auch bei Festen am Plaza- Verkaufsmarkt in Ludwigslust zeigten die „Polzer Zicken“ ihr Können.

Anfangs waren bis zu 12 Mädchen, leider aber nur wenige Jungen in der Tanzgruppe aktiv.

Bis heute ist es Susan Janta trotz rückläufiger Geburtenzahlen und damit verbundener „Nachwuchsprobleme“ gelungen die „Polzer Zicken“ am Leben zu erhalten.

Dies war aber auch nur möglich, weil der SV Blau Weiß Polz und der Kreissportbund ständig die Voraussetzungen geschaffen haben.

 

11. Kegelsport / Volleyball

Im Polzer Sportverein betreiben eine Frauen und - eine Männergruppe den Kegelsport. Wenn es sich auch dabei „nur“ um Freizeitsport handelt und der Spaß und die Freude am Sport an erster Stelle stehen, wird das Kegeln aktiv einmal wöchentlich ausgeübt. Die Leistungen auf der „Hausbahn“ können sich im Vergleich mit den Ergebnissen zu aktiven Keglern durchaus sehen lassen. Der 70-iger Schnitt bei zehn Wurf ist immer das Minimalziel und wird in der Mehrzahl auch erreicht. Neben der regelmäßigen sportlichen Betätigung stärkt der „Feierabendsport“ das Wir-Gefühl, welches ein wichtiger Baustein im erfolgreichen Vereinsleben ist.

In den 80 er Jahren fanden sich einige Freunde des Volleyballsports zusammen und gründeten die Herren-Volleyballmannschaft des SV Blau Weiß Polz. Sportfreund Peter Lengemann, lange Jahre Fußballer der Zweiten Mannschaft übernahm die Leitung und organisierte sogar die Teilnahme am Punktspielbetrieb in der Kreisklasse.

Hier spielte die Mannschaft längere zeit relativ erfolgreich, bis die aufkommende Personalnot das Team zur Aufgabe zwang.

 

12. Sponsorentätigkeit

Im Bereich des Volkssports, gerade beim Fußball waren die ab 1995 veranstalteten Pokalturniere für Sponsorenmannschaften ein voller Erfolg.                                                      

Bis zu 16 Mannschaften bildeten das Teilnehmerfeld dieser Sponsorenpokalturniere – ein einmaliger Erfolg denn kein anderer Verein erreichte bisher annähernd diese Resonanz..

So konnten einige Firmen aus Polz und Umgebung als Sponsoren gewonnen werden, wie beispielsweise Tischlerei Neumann, Tischlerei Stamer, Glaserei Strempel, Baustoffe Grimm GmbH, Heizungsbau Hoedt und Tiede, Erd- und Tiefbau Wolfgang Bleck, die Lenzener Unternehmer Jörg Deutsch, Textilhaus Makel und Wolfgang Schöpp und die Firma Ballhorn Elbing aus Tripkau um nur einige zu nennen.

Die Zahl der Sponsoren stieg in dieser Zeit stetig an und bildete, auch „angetrieben“ durch das Zugpferd 1. Fußballmannschaft eine hervorragende Grundlage.

Seit 2005 ist mit der Allianz AG und der Geschäftsstelle von Herrn Peter Franke in Dömitz der  neue Hauptsponsor unseres Vereins. Seiner Unterstützung kommt bis zur Gegenwart eine große Bedeutung zu, da die Willigkeit und wohl auch die Möglichkeiten der ehemals vielen Sponsoren stark nachgelassen haben.

Dennoch kann der heutige SV Blau Weiß Polz auf eine Reihe von Sponsoren bauen.

Ohne ihr Engagement wäre die sportlichen Aktivitäten in der bekannten Form nicht möglich. Aus diesem Grund gebührt allen unterstützenden Firmen ein großes Dankeschön.                                                                                                               

 

Diese Schrift ist eine Ergänzung und Erweiterung der von Theo Mundt verfassten Schrift:      “ 80 Jahre Polzer Sportverein – ein kurzer Rückblick“       

                                                               Verfasser: Ingo Runow  und Wolfgang Mundt im Juli 2011

 

 

SV Blau Weiss Polz - Saison 2007/08

 

 

Landesliga West MV - Saison 2006/07

hinten v.l.n.r.:  Andreas Hermann, Jens Hundertmark, Ronny Schult, Oliver Möller, Thomas Friauf, Otto Ohnesorge, Marcel Bartsch

mitte v.l.n.r.: Anette Fentzahn, René Weidmann, Thilo Wilkens, Arne Pätzold, Robert Mielke, Dustin Klüver, Alexander Köhn, Steffen Willuweit, Peter Franke

vorne v.l.n.r.: Fred Nowe, Sebastian Müller, John Mäder, Mario Kopischke, Enrico Knaack, Florian Schuldt, Richert Wacker, Alf Busacker

nicht abgebildet: Stefan Hirdina


 

Landesliga West MV - Saison 2005/06

Hintere Reihe von links: Andreas Hermann, Trainer Helmut Weidmann, Mannschaftsbetreuer Alf Busacker, Thilo Wilkens, Ronny Schult, Oliver Möller, Stefan Hirdina, Robert Mielke, Dustin Klüver, Alexander Köhn, Arne Pätzold, Fred Nowe, Co-Trainer: Otto Ohnesorge, Hauptsponsor Peter Franke.

 

Kniend von links: Steffen Willuweit, Sebastian Müller, Thomas Friauf, Maik Fehlandt, Mario Kopischke, Enrico Knaack, John Mäder, Richert Wacker, Jens Hundertmark, Florian Schuldt.

 

 

                                                            

Tor: Mario Kopischke, Fred Nowe

Abwehr: Jens Hundertmark, Ronny Schult, Steffen Willuweit, Richert Wacker, Oliver Möller

Mittelfeld: Thilo Wilkens, Sebastian Müller, Thomas Friauf, Dustin Klüver, Ulf Timmermann, Robert Mielke, Florian Schult

Angriff: Arne Pätzold, Mathias Beckmann, Alexander Köhn, Enrico Knaack, Stefan Hirdina

aktive Laufbahn beendet: René Weidmann

Abgänge: Kevin Kühn (Veritas Wittenberge), Michael Nadollek (Veritas Wittenberge), Remo Hühnemörder (SG Breese), Daniel Hoppe (Concordia Lübtheen)

Zugänge: Mario Kopischke (Eintracht Schwerin), Jens Drewes (vormals Eintracht Schwerin), Robert Mielke (Einheit Perleberg), Dustin Klüver (SW Eldena), Stefan Hirdina (Aufbau Boizenburg A-Junioren), Florian Schult (Einheit Perleberg A-Junioren)

Trainer: Helmut Weidmann, Otto Ohnesorge, Spielertrainer Steffen Willuweit

Mannschaftsbetreuer: Alf Busacker

 

von links: Stefan Hirdina, Florian Schult, Jens Drewes, Dustin Klüver, Thomas Friauf, Robert Mielke, Mario Kopischke

 

Verbandsliga MV - Saison 2004/05

 

Verbandsliga MV - Saison 2003/04

 

 

 

 

 

 

 

Hinten von links: Mannschaftsbetreuer Busacker, Willuweit, Hundertmark, Wilkens, Schult, Möller, Pätzold, Krüger, Co-Trainer Otto Ohnesorge.

Vorne von links: Hoppe, Weidmann, Kühn, Stoß, Nadolleck, Gerlach, Köhn.

Trainer: Helmut Weidmann

Physiotherapeutin: Annette Fentzahn

 

 

1.Männermannschaft des SV Blau Weiss Polz Saison 2001/02

Blau Weiss Polz, hinten, v.l.: Betreuer Alf Busacker, Renè Weidmann, Sven Möller, Jens Hundertmark, Steffen Willuweit, Michael  Sohst, Steffen Gottschalk, Renè Holm, Thilo  Wilkens, Trainer Otto Ohnesorge, Trainer Helmut Weidmann. Vorn, v.l.: Sven Bradtke, Alexander Köhn, Thomas Schlaffke, Andre Wolter, Fred Nowe, Oliver Möller, Matthias  Richter, Matthias Beckmann, Ronny Schult. Foto: Ingo Runow

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




 
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